Nächtliche Pulsoxymetrie

Bei dieser Messung geben wir Ihnen ein kleines Gerät in Größe einer Arbanduhr mit nach Hause, das sie während dem Schlafen tragen. Wir können damit messen wie weit ihre Sauerstoffsättigung in der Nacht abfällt.

Diese Messung wird von der Krankenkasse bei Bedarf bezahlt.

Definition

Die Pulsoximetrie ist ein nicht-invasives Verfahren, mit dem die Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes (Oximetrie) und die Herzfrequenz (Puls) ermittelt werden.

Messmethode

Die Sauerstoffsättigung des Blutes (SaO2) gibt die Beladung des Hämoglobins mit Sauerstoff wieder. Um sie zu ermitteln, macht man sich zunutze, dass das Hämoglobin in Abhängigkeit von der Beladung mit Sauerstoff das Licht bestimmter Wellenlängen unterschiedlich absorbiert. Das Pulsoximeter rechnet die unterschiedlichen Abschwächungsgrade der Lichtabsorption in einen Wert um, der in Prozent angegeben wird.

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Referenzbereich

Die Normalwerte der mittels Pulsoximetrie ermittelten Sauerstoffsättigung liegen im Bereich von 97 bis 100%. Als behandlungsbedürftig gelten Werte von etwa 90% und weniger. Werte unterhalb 85% sind kritisch.

Anwendung

Gemessen wird zumeist mittels spezieller Sensoren am Fingernagel oder am Ohrläppchen. Für Säuglinge und Kleinkinder stehen spezielle Sensoren zur Verfügung, die geklebt werden können, während ansonsten Sensoren Verwendung finden, die mittels einer Feder (ähnlich wie eine Wäscheklammer) Halt finden.

Fehlerquellen

Grenzen des Verfahrens ergeben sich u.a.:

  • wenn die periphere Durchblutung schlecht ist (z.B. bei Kälte, Kreislaufzentralisation bei Schock)
  • bei bestimmten Intoxikationen. So kann etwa bei einer Kohlenmonoxidvergiftung das Pulsoximeter nur erkennen, dass das Hämoglobin beladen ist. Es erkennt jedoch nicht, dass das Hämoglobin keinen Sauerstoff transportiert.
  • bei Verwendung von Nagellacken

siehe: Doccheck